Besser bunter

Vielfalt macht uns stark

Es sind die Menschen, die Evonik zum kreativen Industriekonzern machen. Wir wissen, wie Vielfalt unseren Erfolg beflügelt. Erfahren Sie hier, wie Vielfalt bei Evonik längst gelebt wird, wo wir noch Weg vor uns haben – und was wir dafür tun.
Wir begegnen Vielfalt mit Vielfalt.

Wir leben Vielfalt

Evonik hat viele Gesichter. Mehr als 36.000 Menschen in über 100 Ländern arbeiten hier. Jeder hat seine eigene Geschichte. Hier sind fünf davon.

Peter Schwind Techniker im Facility Service am Standort Hanau Mehr erfahren

„Ich finde mich hier gut zurecht und konzentriere mich ohnehin eher auf die Dinge, die ich kann statt auf Dinge, die ich nicht kann.“

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Gut gesehen hat Peter Schwind nie. Als Kind trug er schon starke Brillen. Im Weg stand ihm das nie. Vor 38 Jahren kam Schwind über einen Ferienjob zum Unternehmen, arbeitete später als Chemikant lange Jahre im Hochdrucktechnikum. Dann aber wurden die Augen rapide schlechter. „Es ist wohl eine Erbkrankheit, aber genau wissen die Ärzte auch nicht, was los ist“, sagt Schwind. „Meine Netzhaut ist heute so angegriffen, dass ich die Welt wie durch eine dichte Nebelwand sehe.“ Auf dem Papier ist der 56-Jährige blind. Elektronische Vergrößerungsgeräte und Tricks, die er sich über die Jahre angeeignet hat, helfen ihm ohne Stock oder Blindenführhund zurechtzukommen. Das funktioniert so gut, dass viele erst gar nichts von seiner Behinderung bemerken. Bei Evonik arbeitet Schwind heute im Facility Service. Er organisiert Konferenzräume, sorgt dafür, dass die Technik funktioniert, die nötige Ausstattung parat liegt. Seit er nicht mehr selbst Auto oder Rad fahren kann, ist der Job noch wichtiger geworden, wie er sagt: „Ein Stück Unabhängigkeit.“

KERSTIN OBERHAUS Standortleiterin des Industriepark Wolfgang, Hanau Mehr erfahren

„Es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Ich bin überzeugt, dass wir alle davon profitieren, wenn wir nicht alles gleich machen.“

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Kerstin Oberhaus leitet den zweitgrößten Forschungs- und Produktionsstandort von Evonik in Deutschland. Als erste Standortleiterin bei Evonik in Deutschland macht sie sich auch persönlich stark für Vielfalt – nicht nur in Sachen Geschlecht. „Ich war über die Jahre oft die einzige Frau in verschiedenen Runden und Funktionen, habe aber auch immer wieder mit Teams aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen gearbeitet“, sagt sie. 1997 kam die heute 50-Jährige als Umweltmanagerin ins Unternehmen. Was sie in dieser Zeit über Diversity und Geschlechterrollen gelernt hat? „Man sollte sich nicht verbiegen! Wenn sich alle anpassen, geht die Vielfalt verloren. Dabei ist genau die so wertvoll. Ich konnte immer von anderen lernen und andere auch von mir.“ In 20 Jahren hat Kerstin Oberhaus auch erlebt, welchen Wandel Evonik durchgemacht hat. „Heute gibt es schon deutlich mehr Frauen in technischen Berufen und Führungspositionen. Es hat sich viel verändert, auf das wir stolz sein dürfen. Aber es ist noch Luft nach oben.“

MIN-ZAE OH Junior Projektverantwortlicher bei der Realisierung der neuen Methioninanlage ME6 in Singapur Mehr erfahren

„Familie und Beruf sind für mich gleich wichtig. Das ist nicht immer einfach. Es erfordert auch Disziplin von einem selbst, sich auf beides voll einzulassen.“

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Min-Zae Oh arbeitet in einem Teilprojekt auf der weltweit größten Baustelle von Evonik auf der zu Spitzenzeiten knapp 3200 Menschen und rund 50 verschiedene Firmen tätig waren. Ende 2016 kam er dafür mit seiner Frau und den zwei Kindern von Köln nach Singapur. „Meine Frau und ich sind beide in Seoul und Hamburg aufgewachsen“, sagt Oh. „Die Chance, mit den Kindern für eine Zeit in Asien zu leben, hat uns sehr gereizt.“ Singapur sei ein schöner und sicherer Ort dafür. Das Global Mobility Center von Evonik half den Ohs in der Metropole Fuß zu fassen. Der sechsjährige Sohn geht in die Deutsche Schule, die dreijährige Tochter in den Kindergarten. Es war nicht der erste Ortswechsel für die Karriere und wird nicht der letzte bleiben. „Mir ist an jedem Standort wichtig, in der Nähe zu wohnen und möglichst schnell zu Hause zu sein“, sagt Oh. In Singapur bringt Oh seinen Sohn jeden Morgen zum Schulbus. Da sein Bus zurück pünktlich abfährt, ist er zum Abendessen mit der Familie immer zu Hause. Das Vorlesen vor dem Zubettgehen und die Wochenenden liegen ihm besonders am Herzen.

TENIOLA ELUFIEDE Senior Project Engineer am Standort Mobile, Alabama Mehr erfahren

„Es sollte immer mindestens einen im Raum geben, der das vorliegende Problem ganz anders sieht. Dann entstehen die kreativeren Lösungen.“

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Seine Heimat Nigeria verließ Teniola Elufiede 2009, um in den USA seinen Master zu machen. Er gehörte zu den Überfliegern seiner Klasse und bekam gleich ein Stipendium. 2016 holte ihn Evonik ins Team Process Technology & Engineering am Standort Mobile. Der heute 39-jährige Familienvater ist beruflich im Einsatz, wenn Prozesse optimiert oder technische Probleme gelöst werden müssen – ob in Mobile oder anderswo in Nordamerika. „Die Teams sind stets neu gemischt“, sagt er. Das sei auch gut so. „Bei uns sind Fachwissen und Kreativität gefragt.“ Da helfe es, wenn Leute mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen. „Wenn alle in eine Richtung denken, läuft schon was verkehrt“, sagt Elufiede. Anders als in seiner vorherigen Firma vereinen die Teams bei Evonik immer mindestens die deutsche und amerikanische Arbeitsweise. „Das ist schon spannend und ich bringe nochmal eigene Erfahrungen mit.“ Die will er in Zukunft weiter ausbauen. „Ein Grund, weshalb mich Evonik reizte, waren auch die weltweiten Jobperspektiven innerhalb des Konzerns.“

SOMAYEH JAFARI Auszubildende zur Chemikantin im zweiten Lehrjahr, Marl Mehr erfahren

„Bei Evonik habe ich eine erfüllende Aufgabe und gute Zukunftsperspektive gefunden. Auch wenn die Sprache noch eine Hürde ist, kann ich hier sehr viel beitragen.“

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Vor vier Jahren kam Somayeh Jafari aus dem Iran nach Deutschland. Sie lebte zunächst bei einer Freundin, dann in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie kann nicht mehr in ihre Heimat zurück. Ihre Tochter musste sie bei ihrem geschiedenen Mann zurück lassen. „Ich warte darauf, dass sie volljährig ist und selbst ausreisen darf“, sagt sie. Eine berufliche Zukunft fand die studierte Bauingenieurin bei Evonik, wo sie derzeit die Ausbildung zur Chemikantin absolviert. Dazu hat sie Deutsch gelernt, in der Abendschule einen Realschulabschluss gemacht und am Programm „Start in den Beruf“ teilgenommen. „Unter den jungen Azubis bin ich hier die Oma“, sagt die 33-Jährige. Ihren Kollegen hilft sie dafür gerne mit ihren ausgezeichneten Mathekenntnissen weiter. „Ich wache jeden Morgen mit Freude auf“, sagt Jafari. „Ich liebe die Chemie und meinen Job – und besonders dass ich wieder ein Ziel und eine Zukunft habe.“

Dr. Christine Anders Leiterin Production and Business Solutions bei Technology & Infrastructure Mehr erfahren

„Ich erlebe das fast täglich: Die besten Ideen entstehen, wenn im Team unterschiedliche Hintergründe zusammenkommen und jeder sich einbringen kann.“

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Der berufliche Lebenslauf von Christine Anders reicht für drei. Seit sie 1994 zur Evonik kam, hat die studierte Chemikerin ein Forschungslabor für die Beschichtung von Kunststoffen für die Medizintechnik geleitet, hat mal strategisches Marketing, mal Controlling gemacht, Vertriebsmannschaften geführt und Global Key Accounts betreut. An Joint-Venture Verhandlungen hat sie mitgewirkt und an der Corporate Responsibility-Strategie. „Ich wollte immer Neues lernen“, sagt sie. Heute führt Anders ein Team namens Production and Business Solutions. Ihre 29 Mitarbeiter werden gerufen, wenn an irgendeinem Evonik-Standort in der Welt Probleme in der Produktion zu lösen sind. Methodik und ganzheitliches Denken sind da gefragt, aber nicht nur: „Offenheit und Toleranz sind mindestens genauso wichtig“, sagt Anders. „Die besten Ergebnisse erzielen wir, wenn wir Menschen mit möglichst unterschiedlichen Hintergründen einbeziehen.“ Entsprechend achtet sie auf den Mix im Team. Nicht wenige ihrer Leute zieht es später in ganz andere Funktionen. „Man lernt hier, sehr offen zuzuhören, ein Problem gemeinsam zu ergründen und dann die Leute mitzunehmen, um es zu lösen. Das ist nicht nur bei uns gefragt“, sagt Anders. Sie muss es wissen, sie war ja schon fast überall.

Wir messen Vielfalt

Evonik überlässt nichts dem Zufall. So gehört sich das für ein Spezialchemieunternehmen. Konkrete Zahlen sagen uns, wo wir heute stehen und wo Handlungsbedarf besteht.

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Geschlecht

2240

neue Mitarbeiter haben wir 2017 eingestellt

24,9%

unserer Mitarbeiter sind Frauen

10,8%

der Top-Führungs­kräfte weltweit sind Frauen

20%

weibliche Führungs­kräfte sind unser Ziel für 2020

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Internationalität

110

Nationalitäten sind bei Evonik vereint

41%

unserer Manager/-innen haben einen inter­natio­nalen Background

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Erfahrung

632

Mitarbeiter waren 2017 in Elternzeit

365

Mitarbeiter sammelten Auslands­erfahrung durch "Global Mobility"

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Alter

41,9

Jahre alt sind unsere Mitarbeiter im Schnitt

14,6

Jahre beträgt die durch­schnitt­liche Konzern­zugehörigkeit

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Ausbildung

1.900

junge Menschen bildeten wir 2017 aus

7,6%

unserer Mitarbeiter sind Auszu­bildende

38

anerkannte Ausbildungs­berufe bieten wir an

20

Geflüchtete fördern wir jährlich beim Berufs­einstieg

Und das sagen
unsere Experten

Wir fördern Vielfalt

Evonik ist offen für jeden, der an unserer Erfolgsgeschichte mitarbeiten will. Das nötige Umfeld dafür schaffen wir gemeinsam, jeden Tag aufs Neue.

Je individueller wir die Work-Life-Balance verbessern, desto mehr unterschiedliche Mitarbeiter können wir erreichen.
tweet this MARTINA SCHLAUTMANN
Koordinatorin „Beruf und Familie“ Deutschland
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Welche Rolle spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Evonik?

Evonik hat die Notwendigkeit erkannt, beide Säulen unseres täglichen Lebens in Einklang zu bringen. Weil unsere Angebote auf die individuellen Bedürfnisse und Lebensphasen der Beschäftigten angepasst sind, werden sie auch in Anspruch genommen. Für dieses konzernweite Engagement wird Evonik seit Jahren von der Hertie-Stiftung als familienbewusstes Unternehmen zertifiziert.

Was bietet Evonik konkret an?

Das fängt bei flexiblen Arbeitszeiten an, geht über Teilzeit und Telearbeit bis zur Gewährung von Betreuungszuschüssen. Bedarfsorientierte Angebote für Eltern reichen von der Beratung zu Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld über die Vermittlung von Tagesmüttern, Au Pairs und reservierten Plätzen in Kindertagesstätten, sowie einem Kinderferienprogramm. In Marl haben wir eine eigene Kindertagesstätte eröffnet. Auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bietet Evonik konkrete Hilfen, mit Beratung, Seminaren und Workshops rund um das Thema. Zusätzlich werden haushaltnahe Dienstleistungen, wie Haushaltshilfen oder Tier- und Gartenpflege, vermittelt.

Was hat das mit Vielfalt zu tun?

Noch immer übernehmen Frauen den Großteil der Aufgaben bei Kinderbetreuung und Pflege. Wenn wir hier Entlastung schaffen, erleichtern wir unseren Mitarbeiterinnen den Wiedereinstieg und binden sie somit ans Unternehmen. Mit unseren Angeboten ermutigen wir aber auch Männer, Beruf und Familie besser zu kombinieren. Karriere und Zeit für die Familie sollen für beide Partner möglich sein! Generell gilt: Je individueller wir die gesunde Work-Life-Balance ermöglichen, desto mehr Menschen erreichen wir. Das stärkt auch die Position von Evonik als attraktiver Arbeitgeber.

Wir haben viel erreicht. Vielfalt ist auch Arbeit. Aber eine Arbeit, die sich lohnt und die wir nicht scheuen.
tweet this MELANIE KNAPPE
Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats am Evonik-Standort Goldschmidtstraße
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Wie wichtig ist das Thema Vielfalt in der Mitbestimmung?

Sehr wichtig – und das schon lange. Es freut uns natürlich, dass die Wertschätzung dafür heute in Managerkreisen angekommen ist und dass Evonik einiges dafür tut.

Warum ist das wichtig?

Es lohnt sich, Vielfalt zu fördern, weil bunte Teams nunmal erfolgreicher und kreativer sind. Vor allem ist es aber für Menschen individuell wichtig. Manche fielen ansonsten einfach durchs Raster, ihnen würde die berufliche Teilhabe erschwert, Karrierewege blieben versperrt.

Wer ist hier gefragt, das zu ändern?

Das ist eine Aufgabe für die Führungskräfte. Im oberen Management ist das längst angekommen. Es gibt noch eine gewisse „Lehmschicht“ in der mittleren Führungsebene, die ehrlicherweise auch eher daran gemessen wird, wie reibungslos die Betriebe laufen. Veränderungen sind da nicht immer so willkommen. Hier muss man dann die richtigen Anreize schaffen.

Ist Diversity also Chefsache?

Nicht nur. Akzeptanz ist auch unter den Mitarbeitern selbst gefragt. Für Teilzeit in der Schichtarbeit zum Beispiel muss man tragfähige Lösungen finden. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass einzelne immer eine „Extrawurst“ bekommen, funktioniert das auch nicht.

Was hat sich bei Evonik dahingehend verändert?

Wir haben viel erreicht. Die Angebote für Beruf und Familie werden gut angenommen. Unser Betreuungszuschuss etwa sorgt dafür, dass auch Männer mehr Elternzeit in Anspruch nehmen. Der Wiedereinstieg in den Job wird erleichtert. Deutschkurse für ausländische Mitarbeiter und Englischkurse für deutsche verbessern die Integration an den Standorten. Vielfalt ist auch Arbeit. Aber sie lohnt sich und wir scheuen sie nicht.

Wenn wir Mitarbeiter in allen Lebensphasen unterstützen, stärken wir die Vielfalt im Team.
tweet this CHRISTIAN STOLLE
verantwortlich für well@work im Expertenteam von HR-Deutschland
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Was ist well@work und was hat das mit Vielfalt zu tun?

Well@work ist eine konzernweite Initiative mit der Evonik sich für die Gesundheit seiner Mitarbeiter – und damit letztlich deren Arbeitsfähigkeit – engagiert. Es geht um Ernährung, es geht um Bewegung, aber eben auch um Stress und psychische Gesundheit. Wir wissen, wie wichtig eine gute Balance zwischen Beruf und Privatem ist um Mitarbeiter fit fürs Team zu halten. Wenn wir sie in allen Lebensphasen unterstützen, stärken wir beides: die Gesundheit und die Vielfalt im Team.

Welche Angebote helfen besonders im Hinblick auf Diversity?

Das fängt mit unserer Hilfe in der Kinderbetreuung an, und hört selbst bei unseren Fitness– und Ernährungsangeboten noch nicht auf. Es geht immer um Ausgeglichenheit und Gesundheit. Je individueller wir beides fördern – in jeder Lebensphase und für jeden persönlichen Hintergrund – desto mehr Vielfalt machen wir möglich, weil jeder hier seinen individuelle Balance verwirklichen kann.

Auf wen zielen diese Angebote?

Wir wollen explizit jeden ansprechen. Viel fokussiert sich auf Familien mit Kindern, aber auch das Thema Pflege wird wichtiger, was sich in der großen Nachfrage nach Beratung und praktischen Tipps zeigt. Unsere älteren Mitarbeiter wollen wir natürlich länger fit halten. Aber auch für junge Mitarbeiter und selbst im Recruitment neuer Bewerber sind diese Angebote ein Punkt, der Evonik zum attraktiven Arbeitgeber macht.

Unser Austausch hilft dabei, die Vielfalt in Führung und technischen Bereichen zu fördern.
tweet this ANDREA DIMITROVA
Mitarbeiterin für Politische Kommunikation und Mitglied bei Women@Work, Essen
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Frau Dimitrova, was ist Women@Work und welche Rolle spielen Sie dabei?

WoMen@Work ist ein etabliertes standortübergreifendes Netzwerk bei Evonik Industries AG zur Förderung von Vielfalt in Fach- und Führungsfunktionen. Als Mitglied im Kernteam für Essen/Krefeld/Berlin organisiere ich mit meinen Teamkolleginnen lokale Veranstaltungen wie z. B. Speed Datings, in denen verschiedene Fachbereiche ihr Tätigkeitsfeld vorstellen und unterstütze hierdurch den Informations- und Erfahrungsaustausch innerhalb des Netzwerkes.

Wozu dieses Netzwerk?

Es bietet Raum, sich vorurteilsfrei, offen und direkt organisations- und hierarchieübergreifend mit Kollegen und Kolleginnen auszutauschen. Kontakte und Verbindungen auch standortübergreifend zu knüpfen und sich getreu des Netzwerkgedankens „Geben und Nehmen“ gegenseitig bei der beruflichen Entwicklung unterstützen.
An den Standorten im Rhein/Main- und Rhein/Ruhr-Gebiet haben sich Kernteams zur Förderung des Netzwerkes gebildet und tauschen sich regelmäßig aus.

Wie gut kommt das an?

Wir erleben online in unserer WoMen@Work-Community mit mittlerweile über 700 Mitgliedern einen guten Austausch. Vor allem aber unsere Veranstaltungen, wie z. B. Mittagsstammtische, Speed Datings und After Work-Meetings sind mittlerweile etabliert und gut besucht. Dort sind im Übrigen auch Männer herzlich willkommen und meist auch gut vertreten – insbesondere, wenn wir interne und externe Referenten zu Themen wie Digitalisierung, Arbeitsformen oder zukunftsweisenden Jobmodellen einladen, die ja für jeden relevant sind.

Wie viel Rückendeckung erhalten Sie?

Die Initiative gibt es seit 2011 und unser Netzwerk ist gut etabliert. Dafür sprechen auch unsere hochkarätigen Referenten aus dem Konzern und von außerhalb sowie der direkte Draht zum Diversity Council. Das Netzwerk lebt vor allem vom freiwilligen und tatkräftigen Engagement der Teilnehmerinnen und Förderern, die unsere Veranstaltungen sponsern.

Bei Interesse am WoMen@Work-Netzwerk können Sie sich gerne an unsere zentrale Ansprechpartnerin Susanne Eisner wenden.

Gelebte Vielfalt macht uns innovativ und erfolgreich. Aber nur, wenn wir sie richtig managen kann sich die Kraft der Vielfalt auch entfalten.
tweet this Dr. Nicole Brausch
Mitarbeiterin im Bereich Executives and Talent Development und moderiert das Diversity Council.
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Frau Brausch, warum braucht Evonik Vielfalt?

Für uns ist Vielfalt mehr als nur eine gesellschaftliche Verantwortung. Wir wollen eines der innovativsten Unternehmen der Welt werden, und sind davon überzeugt, dass wir künftig nur erfolgreich sein werden, wenn wir in einer komplexer werdenden Welt unterschiedliche Perspektiven einnehmen und den Austausch von Wissen und Erfahrungen fördern. So sind wir schneller als andere in der Lage, Lösungen für Probleme zu entwickeln, Schwankungen auszugleichen und Chancen zu nutzen.

Mehr Vielfalt ist gleich mehr Erfolg, ist das so einfach?

Nicht ganz. Divers aufgestellte Teams zu managen ist auch anstrengend. Es ist mühsamer, mit Menschen zu arbeiten, die nicht genauso ticken wie man selbst. Vielfältige Teams, die schlecht gemanagt werden, können im Ergebnis sogar schlechter sein als homogene Teams. Vielfalt als wichtige Ressource für unseren unternehmerischen Erfolg zu nutzen, ist bei uns daher eine zentrale Führungsaufgabe.

Was bringt Vielfalt für den einzelnen Mitarbeiter?

Wir schaffen ein Umfeld, in dem jeder seine Fähigkeiten einbringen und entfalten kann und viele Chancen hat Neues kennenzulernen.

Welche Rolle spielt das Diversity Council dabei?

Wir verstehen uns als konzernweites Steuerungsgremium. Das Diversity Council wurde auf Top-Managementebene ins Leben gerufen, die Zusammensetzung zeigt den Stellenwert: Hier wirken Vorstände, Geschäftsführer, Regionenleiter und Bereichsleiter mit. Es geht darum, konzernweit Impulse zu geben und mit konkreten Maßnahmen nachhaltig die Diversity-Kultur weiterzuentwickeln.

Was sind solche konkreten Maßnahmen?

Das Diversity Council hat zum Beispiel die Arbeit an unterbewussten Vorurteilen zu einem Schwerpunkt gemacht. Diese sind nach Meinung von Experten eine der größten Hürden, um Vielfalt im Arbeitsalltag positiv zu nutzen. Darum haben wir eine weltweite Workshop-Reihe für Führungskräfte und solche, die es werden sollen, gestartet. Darin wird das Bewusstsein für die eigenen Vorurteile geschärft und es werden Strategien zum Umgang damit aufgezeigt.

Wie wichtig sind Daten für Ihre Arbeit?

Man kann nicht managen, was man nicht messen kann. „Fakten statt Bauchgefühl“ ist daher ein zentrales Motto für uns. Wir versuchen Transparenz zu schaffen und berichten daher regelmäßig die wichtigsten Diversity-Kennzahlen. Aber auch der Blick fürs Detail ist wichtig. Jeder Bereich und jede Region ist anders und mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Daher gibt es nicht die „eine“ richtige Lösung (oder Zielgröße)für alle, sondern wir vertrauen auf unser Motto „Wir begegnen Vielfalt mit Vielfalt“